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CoMet Fortbildung Istanbul, September 2012

Lehrer und Ausbilder arbeiten in Istanbul in Workshops zum kooperativen Lernen im Klassenraum

Im Rahmen des Comenius-Projekts der Europäischen Union zu kooperativen Lehr- und Lernmethoden, CoMet, nahmen Mitte September 13 Pädagogen, darunter Ausbilderinnen und Ausbilder des Marburger Studienseminars für Gymnasien sowie Lehrerinnen und Lehrer aus Marburg und dem Landkreis für eine Woche zu Workshops über dieses Thema an der Istanbul Universität teil. Begleitet wurden sie von Vertreterinnen der pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Nach dem Vorbereitungstreffen im März in Heidelberg waren dieses Mal die türkischen Kolleginnen Gastgeber für das internationale Treffen. 60 Teilnehmer aus der Slowakei, der Türkei, aus Bulgarien, Ungarn, Litauen und Deutschland erarbeiteten in 6 Arbeitsgruppen, die auch von den Marburger Ausbildern angeboten wurden, kooperative Lernmethoden in den Fächern Deutsch, Mathematik, Biologie, Englisch und Gesellschaftswissenschaften. Ziel der kooperativen Methoden, die über die traditionellen Formen der Partner und Gruppenarbeit hinaus gehen, ist es, nicht nur die sozialen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu steigern, sondern auch ihre fachlichen und methodischen.
In einem Galeriegang stellten die Workshopteilnehmer am letzten Tag ihre erarbeiteten und fachbezogenen Ergebnisse aus und äußerten sich in der abschließenden Auswertung des Treffens sehr zufrieden mit der geleisteten Arbeit, aber auch begeistert über die sehr gastfreundliche Aufnahme und hervorragende Organisation durch die türkischen Kolleginnen unter der Leitung von Professorin Sevinç Hatipoğlu von der Istanbul Universität.
Neben der Arbeit in den Workshops hatten die Tagungsteilnehmerinnen und -Teilnehmer aber auch nach getaner Arbeit Gelegenheit, die herrliche Stadt am Bosporus kennenzulernen. Das Begleitprogramm sah neben der beeindruckenden Bosporusfahrt eine kooperativ durchgeführte Stadtrallye mit Besichtigungen der bedeutenden Sehenswürdigkeiten, wie auch den Besuch eines Istanbuler Gymnasiums mit Deutsch als Unterrichtssprache vor. Die Tagung bot vielfach Gelegenheit, internationale Freundschaften zu knüpfen.
Die teilnehmenden Wissenschaftler, Ausbilder, Lehrer und Referendare sollen nun als Multiplikatoren für kooperativen Unterricht in ihren Heimatländern tätig sein.
Der nächste Schritt in diesem Projekt ist ein Treffen von Schulleiterinnen und Schulleitern aus den Teilnehmerstaaten im Mai kommenden Jahres in Sofia, um das kooperative Lernen gegebenenfalls in den Schulen fest zu verankern.

Hier sind die in der Fortbildung entstandenen Materialien zu finden.